Wann sind meine Äpfel reif?

Bei Tafeläpfeln (und auch Birnen) wird unterschieden in „Pflückreife“ und „Genussreife“. Bei frühen Sorten fallen diese beiden Zeitpunkte zusammen, der Erntezeitpunkt ist daher leicht zu bestimmen: sobald die geschmackliche Qualität befriedigt, kann geerntet werden.

Bei den späteren und insbesondere bei ausgesprochenen Lagersorten ist jedoch das Aroma der Früchte zum Zeitpunkt der Pflückreife oft noch nicht voll entfaltet, so daß eine Geschmacksprobe zu irreführenden Ergebnissen führen kann. Folgende Kriterien können als Hilfestellung zur Ermittlung der des optimalen Erntezeitpunkts dienen:

  • Grundfarbe der Früchte verändert sich von grün nach gelb
  • Deckfarben (rote Backen, Streifen) bilden sich aus, bzw. werden farbintensiver
  • Frucht lässt sich relativ leicht vom Baum lösen (gilt nicht in jedem Fall)
  • Braunfärbung der Kerne (gilt nicht in jedem Fall)
  • Vermehrter Fall von intakten Früchten

Wer es ganz genau wissen möchte, prüft mit Hilfe von Lugolscher Lösung den Stärkegehalt der Früchte. Dabei werden die Früchte quer halbiert und die Schnittfläche der Stielseite mit Lugolscher Lösung bepinselt oder besprüht. An Hand der nach kurzer Zeit eintretenden Verfärbung der Schnittfläche kann der Grad der für die Reife erforderlichen Umwandlung der in der Frucht enthaltenen Stärke in Zucker ermittelt werden. Lagersorten sollten im Bereich von Stufe 4 nach Farbschablone zum Jod-Stärke-Test geerntet werden. Als Faustregel kann gelten, daß Lagersorten besser etwas früher geerntet werden als zu spät, die Früchte reifen im Lager nach.

Bei Mostobst ist es ideal, wenn die Früchte von alleine vom Baum fallen, sie verfügen dann über maximales Aroma und Zuckergehalt.

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