Sortenportrait Jakob Fischer
Von Mitte August bis Anfang September reifen die Äpfel der Sorte Jakob Fischer. Ein Baum dieser zufällig entstandenen Sorte („Zufallssämling“) wurde 1903 in der Nähe von Biberach von einem Landwirt Namens Jakob Fischer entdeckt, der zum Namensgeber der Sorte wurde. Mittlerweile findet sich „der Jakob Fischer“ auf Streuobstwiesen in ganz Deutschland und darüber hinaus. Die Äpfel sind groß und auffällig unregelmäßig geformt, die gelbgrüne Grundfarbe ist auf der Sonnenseite leuchtend rot geflammt. Ein weiteres Merkmal ist die leichte blauviolette Bereifung der Früchte, die überdies einen wunderbaren, raumfüllenden Duft verströmen.
Jakob Fischer-Äpfel eignen sich hervorragend zum Frischverzehr, finden aber auch für Kuchen und Apfelmus Verwendung. Leider ist der Apfel nur kurze Zeit haltbar und wird schnell mehlig.
Die Bäume der Sorte sind wüchsig und robust, jedoch ist der Schnitt durch teilweise extrem lange, schlecht verzweigte Triebe, die unter Frucht- und Eigengewicht zum Abkippen neigen, nicht ganz einfach. Auf Grund des geraden und stabilen Wuchses des Stamms, wird die Sorte Jakob Fischer gerne als Zwischenveredelung („Stammbildner“) für andere Sorten verwendet.
