Mittelmeerfruchtfliege

Besitzer von Pfirsichbäumen durften sich dieses Jahr über eine außergewöhnlich gute Ernte freuen. Auf diese hatte es jedoch auch ein bisher relativ unbekannter Schädling abgesehen: die Mittelmeerfruchtfliege. In von ihr befallenen Früchten finden sich mehrere, ca. 7-9mm lange, dünne weiße Maden, das Innere der äußerlich oft unversehrt scheinenden Frucht ist matschig verdorben. Ausgehend von Ostafrika etabliert sich das wärmeliebende Insekt mit den steigenden Temperaturen des menschengemachten Klimawandels zunehmend auch bei uns. Befallen werden bevorzugt saftige Früchte mit dünnen Schalen ohne ausgeprägte Färbung. Die ausgewachsene Fliege wirkt mit etwa 4-5mm und einem fast kugelförmigen Hinterleib wie eine zu klein geratene, bunte Stubenfliege. Die Flügel stehen auffallend ab und sind -wie das Brustsegment- relativ stark gezeichnet. Nachdem sie die befallenen Früchte verlassen haben, überwintern die Larven der Mittelmeerfruchtfliege im Erdboden. Sie sind jedoch kälteempfindlich, so daß schon „normale“ Winter die Populationen stark ausdünnen. Allerdings ist bei der Einlagerung von befallenen Äpfeln eine Überwinterung der Fruchtfliegen möglich. Chemische Bekämpfungsmittel gegen die Mittelmeerfruchtfliege für Haus und Kleingarten sind nicht zugelassen, es hilft nur, alle Früchte und v.a. Fallobst möglichst schnell über die (Bio-) Mülltonne zu beseitigen; Obst nicht auf der Wiese belassen und auch nicht kompostieren.

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