Mehltau an Apfel- und Birnbäumen

Mit etwas Übung sind von Apfelmehltau befallene Partien an Apfel- und (seltener) an Birnbäumen bereits im unbelaubten Zustand am veränderten Aussehen der Knospen zu erkennen und können beim Winterschnitt entfernt werden. Häufig gelingt dies jedoch nicht vollständig, weil befallene Stellen übersehen oder nicht erkannt werden. Bild Mehltau an Knospen Die Phase der Baumblüte bietet demnächst eine „zweite Chance“ zur rechtzeitigen Bekämpfung: die befallenen Blütenbüschel und Blätter weisen ein klar abweichendes, kränkliches Aussehen, eine schlechte Entwicklung gegenüber gesundem Laub bzw. Blüten und im Fall der Blätter einen weißlich puderartig aussehenden Belag auf. Bild Blütenmehltau Mehltaubefallene Partien können somit relativ leicht identifiziert und entfernt (=ausgeschnitten) werden, um das Risiko einer Ausbreitung im befallenen Baum und auch die Übertragung auf benachbarte Pflanzen zu reduzieren. Dabei können abgeschnittene Pflanzenteile im Bereich der Anlage verbleiben, denn der Pilz ist lediglich an belebten Pflanzenteilen aktiv. Übrigens empfiehlt es sich, Mehltaubekämpfung nicht in den Morgen- oder Abendstunden bei flachem Sonnenstand auszuführen, die befallenen Stellen sind bei den dann herrschenden Lichtverhältnissen deutlich schlechter auszumachen. Als besonders anfällig gelten die Sorten Klarapfel, Jonathan, Ontario, Cox Orange, Elstar u.a. Gerade bei diesen gefährdeten Sorten sollte nur vorsichtig mit Stickstoff gedüngt werden, Pflanzenstärkungsmittel auf Basis von Schachtelhalm, Knoblauch oder Rainfarn können hilfreich sein.

Kommen Sie mit Ihren Fragen und Ideen zu Pflanzenbauthemen gerne auf uns zu, egal ob Ihr Garten aus Blumentöpfen auf der Fensterbank oder aus ausgedehnten Ländereien besteht.

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